Das Eider-Sperrwerk mit seinen fünf, jeweils 40 m breiten Sielöffnungen, wurde in der Zeit von 1968 bis 1973 im Mündungstrichter der Eider, ca. 15 km unterhalb von Tönning, errichtet. Es stellt neben dem Sturmflutschutz auch die Vorflut und die Schifffahrt auf der Eider sicher.
Die Schifffahrtsschleuse
Für den Schiffsverkehr ist nördlich des Siels eine Schiffahrtsschleuse angeordnet. Die schlanke Trogkonstruktion aus Stahlbeton ist biegesteif ausgebildet und hat eine nutzbare Kammerlänge von 75 m bei 14 m Breite. Die schiffbaren Wasserstände liegen zwischen NN -2,5 m und NN +3,5 m. Die Schleuse ist mit fünf stählernen Stemmtorpaaren ausgerüstet, von denen drei gegen Flut und zwei gegen Ebbe gerichtet sind. Die beiden Fluttorpaare im Außenhaupt bieten die doppelte Deichsicherheit.
Über die Schleuse wird die Landesstraße mit einer Waagebalken-Klappbrücke geführt. Ihre Öffnungs- und Schließzeit beträgt 120 Sekunden. Die Vorhäfen der Schleuse dienen nicht nur den auf Schleusung wartenden Schiffen als Liegeplätze, sondern auch den Schiffen des Wasser- und Schiffahrtsamt Tönning und der Tönninger Fischereiflotte als Liege- und Arbeitshafen.
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Eidersperwerk
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